Morton-Neurom OP Berlin – Dr. Böhr operiert persönlich

Kurzzusammenfassung: Ein Morton-Neurom muss nicht immer operiert werden. Wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind, stehen je nach Befund drei operative Wege zur Verfügung: die DMMO zur minimalinvasiven Entlastung der Mittelfußköpfchen, die Vorfußkorrektur zur Druckentlastung des Nervs – oder bei sehr großem Neurom die Entfernung des veränderten Nervs (Neurektomie). Dr. Böhr führt alle Eingriffe persönlich durch.

Die Entscheidung zur Operation fällt nie allein anhand des Bildgebungsbefunds – entscheidend sind Beschwerdestärke, Neuromgröße und die individuelle Vorfußstatik. Wenn Sie noch abwägen ob eine Operation sinnvoll ist: OP bei Morton-Neurom – wann ist sie sinnvoll?

Dr. Stefan Böhr, Orthopäde, Spezialist für Fuß und Sprunggelenk
„Umfassende Beratung und herausragend gute Medizin sind das Ziel. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden.“
Dr. Stefan Böhr

Grundlage jeder Operationsplanung ist die umfassende Untersuchung durch einen Spezialisten – mit Ultraschall, MRT, dynamischer Pedobarografie und Digitaler Volumentomografie (DVT).

Ihr Weg zu schmerzfreier Mobilität
Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Privatpraxis!
Tel. 030 – 34 39 59 47
anmeldung@ortho-pede.de

Inhaltsverzeichnis

Wann ist eine Operation beim Morton-Neurom sinnvoll?

Eine Operation kommt infrage, wenn konservative Maßnahmen – Schuhversorgung, Einlagen, Physiotherapie, Stoßwellentherapie, Injektionstherapie – keine ausreichende und dauerhafte Besserung gebracht haben. Wichtig: Die Diagnose muss sicher gestellt sein und andere Ursachen von Vorfußschmerzen müssen ausreichend abgegrenzt worden sein.

Die Größe des Neuroms spielt eine entscheidende Rolle. Ab einem Durchmesser von etwa 6–7mm kommt es bei rein konservativer Therapie unverhältnismäßig häufig – in über 80% der Fälle – zu wiederkehrenden Beschwerden. Dann wird eine operative Lösung zunehmend sinnvoll.

Welcher operative Weg der richtige ist, hängt von drei Faktoren ab: der Neuromgröße, der individuellen Vorfußstatik und der Frage ob zusätzliche Fehlstellungen vorliegen. Es gibt beim Morton-Neurom nicht den einen Eingriff der für alle passt – die Entscheidung fällt immer individuell nach Abschluss der vollständigen Diagnostik.

Die Operationsverfahren

DMMO – Minimalinvasive Druckentlastung des Nervs

Die DMMO ist beim Morton-Neurom ein nervenerhaltender Eingriff: Durch die minimalinvasive Verkürzung der benachbarten Mittelfußköpfchen wird der Druck auf den gereizten Nerv dauerhaft reduziert – ohne den Nerv zu entfernen. Gleichzeitig wird das intermetatarsale Band zwischen den betroffenen Mittelfußknochen perkutan durchtrennt, um den Raum für den Nerv zusätzlich zu erweitern.

Der entscheidende Vorteil: Der Nerv bleibt erhalten, die Sensibilität in den betroffenen Zehen bleibt erhalten. Die DMMO kommt beim Morton-Neurom vor allem dann zum Einsatz, wenn gleichzeitig eine Spreizfußfehlstellung oder eine relative Überlänge der Mittelfußköpfchen vorliegt – also wenn eine mechanische Ursache die Druckbelastung des Nervs erklärt und operativ behoben werden kann.

In einer Studie mit 27 Patienten und mindestens zwei Jahren Follow-up zeigte die Kombination aus DMMO und perkutaner Bandrelease eine deutliche Verbesserung von Schmerz und Funktion – 89,7% der Patienten bewerteten das Ergebnis als gut oder sehr gut, nur ein Patient benötigte im weiteren Verlauf eine Neurektomie (Sato G. et al., Int Orthop, 2022).

Die DMMO kommt auch als Verfahren der Wahl bei Rezidiv-Beschwerden nach fehlgeschlagener Morton-Neurom-OP zum Einsatz. → DMMO – Verfahren, Varianten & Nachbehandlung

Keypoints
KlinikAmbulant (mit Hallux-Valgus-Korrektur: stationär)
ImplantatKeines
StabilitätSofort belastbar – zügiges Auftreten erwünscht
NachbehandlungShortwalker, Tapezügelung
Dauer6 Wochen
MaterialentfernungNicht erforderlich

Spreizfuß-Korrektur – Ursache operativ beheben

Wenn ein Spreizfuß die eigentliche Ursache der Nervenüberlastung ist, steht die operative Korrektur der Vorfußstatik im Vordergrund. Das Prinzip: Durch die Verschmälerung des Vorfußes und die verbesserte Druckverteilung unter den Mittelfußköpfchen wird der Nerv dauerhaft entlastet – ohne ihn zu entfernen. Ein noch kleines Morton-Neurom kann sich unter diesen veränderten Bedingungen zurückbilden.

Die dabei eingesetzten Methoden überschneiden sich stark mit den Verfahren zur Hallux-Valgus-Korrektur. Wenn gleichzeitig eine Fehlstellung der Großzehe vorliegt, kann diese im selben Eingriff mitbehandelt werden – was in unserer Praxis häufig der Fall ist, da Hallux valgus und Spreizfuß oft gemeinsam auftreten und beide zur Überlastung des Vorfußes beitragen. In den meisten Fällen wird die Spreizfußkorrektur mit einer DMMO kombiniert, die die Druckentlastung der betroffenen Mittelfußköpfchen ergänzt.

Die nervenerhaltende operative Therapie ist der Neurektomie immer dann vorzuziehen, wenn eine klare mechanische Ursache identifiziert wurde und das Neurom noch nicht sehr groß ist. Sie vermeidet den dauerhaften Sensibilitätsverlust und behandelt die eigentliche Ursache – nicht nur das Symptom. Die Nachbehandlung richtet sich dann nach dem notwendigen Eingriff zur Spreizfuß-Korrektur und wird im Detail von Ihrem behandelnden Fußspezialisten in unserer Sprechstunde festgelegt.

Hallux-Valgus-OP Berlin

Neurektomie – Entfernung des veränderten Nervs

Bei sehr großem Morton-Neurom – ab einem Durchmesser von etwa 6–7mm – ist die Neurektomie die zuverlässigste operative Lösung. Dabei wird der krankhaft veränderte Teil des Nervs unter Lupenbrillenvergrößerung entfernt. Der Eingriff erfolgt ambulant. Der Hautschnitt kann auf dem Fußrücken (dorsal) oder der Fußsohle (plantar) liegen – Dr. Böhr setzt beide Zugänge regelmäßig ein und entscheidet gemeinsam mit dem Patienten welche Variante sinnvoller ist.

Wichtig zu wissen: Die Neurektomie beseitigt den Nerv dauerhaft – damit verschwinden die Schmerzen, aber auch die Sensibilität im Bereich des entfernten Nervs geht dauerhaft verloren. Das wird von den meisten Patienten als wenig störend empfunden, sollte aber vor dem Eingriff klar besprochen sein.

Nach einer Neurektomie kann es in seltenen Fällen – nach durchschnittlich etwa 7 Jahren – zur Bildung eines Morton-Neurinoms kommen: Die verbleibenden Nervenenden wachsen ungerichtet aus und bilden einen schmerzhaften Knoten. Das Risiko liegt bei etwa 4% (Nery C. et al., JBJS Am, 2012).

Keypoints
KlinikAmbulant (mit Hallux-Valgus-Korrektur: stationär)
ImplantatKeines
StabilitätSofort belastbar
NachbehandlungGehstützen für wenige Tage
DauerCa. 2 Wochen bis Wundheilung
MaterialentfernungNicht erforderlich

Kombinationseingriffe – Vorfuß in einer Operation korrigieren

Beim Morton-Neurom ist der operative Eingriff nicht immer auf das Nervenproblem allein beschränkt. Häufig liegen gleichzeitig Fehlstellungen oder Überlastungsprobleme im Vorfuß vor, die in derselben Operation mitbehandelt werden.

Hallux-Valgus-Korrektur

Die häufigste Kombination. Ein Hallux valgus mit Spreizfuß verändert die gesamte Lastverteilung im Vorfuß und kann direkt zur Überlastung des betroffenen Nervs beitragen. Werden Spreizfuß und Hallux valgus gleichzeitig korrigiert, wird die Ursache der Nervenüberlastung oft dauerhaft behoben. Der kombinierte Eingriff findet stationär in der Klinik Sanssouci Potsdam statt.
Hallux-Valgus-OP Berlin

Hammerzehe & Krallenzehe

Kleinzehenfehlstellungen und ein Morton-Neurom treten häufig gemeinsam auf – kein Zufall, denn beide entstehen oft aus derselben gestörten Vorfußstatik. Weniger bekannt ist, dass ausgeprägte Krallenzehen selbst Beschwerden verursachen können, die sich wie ein Morton-Neurom anfühlen: Brennen, Kribbeln, einschießende Schmerzen in die Zehen. Wer kein Spezialist für Fuß und Sprunggelenk ist, verwechselt die beiden Ursachen leicht. Die genaue Differenzierung ist wichtig – denn die Behandlung ist grundlegend verschieden. Wenn Kleinzehenfehlstellungen vorliegen, werden diese im selben Eingriff minimalinvasiv mitkorrigiert.
Hammerzehe & Krallenzehe OP Berlin

Ambulant oder stationär?

Isolierte Eingriffe beim Morton-Neurom – DMMO, Neurektomie oder Spreizfußkorrektur ohne Hallux-Valgus-Komponente – werden ambulant durchgeführt, in der Tagesklinik am Kurfürstendamm. Aufnahme, Eingriff und Entlassung finden am selben Tag statt.

Wird der Eingriff mit einer Hallux-Valgus-Korrektur kombiniert, ist ein stationärer Aufenthalt sinnvoll – in der Privatklinik Sanssouci in Potsdam, in der Regel mit zwei Übernachtungen.

Isolierter EingriffKombination mit Hallux-Valgus-OP
KlinikAmbulant, Tagesklinik KudammStationär, Klinik Sanssouci Potsdam
AufenthaltGleicher Tag2 Übernachtungen
NarkoseRegional- oder VollnarkoseRegional- oder Vollnarkose

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung hängt vom durchgeführten Eingriff ab und unterscheidet sich je nach Verfahren deutlich.

Nach DMMO:

Der Fuß ist unmittelbar nach der Operation im Shortwalker voll belastbar – zügiges Auftreten ist ausdrücklich erwünscht, da die Mittelfußköpfchen sich nur unter Belastung optimal positionieren. Die Nachbehandlung ist identisch zur DMMO bei anderen Indikationen – mit Shortwalker, konsequenter Tapezügelung und DVT-Kontrolle nach sechs Wochen.
Ausführliche Nachbehandlung DMMO

Nach Spreizfußkorrektur:

Die Nachbehandlung richtet sich nach dem gewählten Korrekturverfahren und entspricht der Nachbehandlung nach Hallux-Valgus-OP.
Ausführliche Nachbehandlung Hallux-Valgus-OP

Nach Neurektomie:

Nachbehandlung
BelastbarkeitSofort, im Verbandschuh
VerbandschuhBis Wundheilung, ca. 2 Wochen
FadenzugNach 12–16 Tagen
PhysiotherapieLymphdrainage direkt ab OP
DVT-KontrolleNicht erforderlich
KonfektionsschuhNach Fadenzug
Sportfähigkeit4–6 Wochen je nach Eingriff
Arbeitsfähigkeit1–4 Wochen je nach Tätigkeit

Häufige Fragen zur Morton-Neurom OP

Muss ein Morton-Neurom immer operiert werden?

Nein. Viele Patienten werden mit konservativer Therapie dauerhaft beschwerdefrei – vorausgesetzt, die Ursache wird mitbehandelt und die Einlagenversorgung sitzt richtig. Eine Operation wird erst dann ernsthaft erwogen, wenn die Beschwerden trotz konsequenter Therapie fortbestehen oder das Neurom bereits eine Größe erreicht hat, bei der konservative Maßnahmen erfahrungsgemäß nicht mehr ausreichen.

Welcher Eingriff ist für mich der richtige?

Das hängt von drei Faktoren ab: der Neuromgröße, der individuellen Vorfußstatik und der Frage ob zusätzliche Fehlstellungen vorliegen. Bei kleinen und mittelgroßen Neuromen mit nachweisbarer mechanischer Ursache ist die DMMO – allein oder in Kombination mit einer Spreizfußkorrektur – der bevorzugte nervenerhaltende Weg. Bei sehr großem Neurom ab etwa 6–7mm ist die Neurektomie die zuverlässigste Lösung. Die Entscheidung fällt immer individuell nach Abschluss der vollständigen Diagnostik.

Was ist der Unterschied zwischen DMMO und Neurektomie?

Die DMMO ist ein nervenerhaltender Eingriff – der Nerv bleibt erhalten, die Sensibilität bleibt erhalten. Durch die verbesserte Positionierung der benachbarten Mittelfußköpfchen und die Durchtrennung des intermetatarsalen Bandes wird der Druck auf den Nerv dauerhaft reduziert. Die Neurektomie entfernt dagegen den veränderten Nervenanteil vollständig – das beseitigt die Schmerzen zuverlässig, bedeutet aber auch einen dauerhaften Sensibilitätsverlust im betroffenen Bereich.

Verliere ich nach der Neurektomie dauerhaft das Gefühl in den Zehen?

Ja – der Bereich, der vom entfernten Nerv versorgt wurde, verliert dauerhaft seine Sensibilität. In der Praxis betrifft das die einander zugewandten Seiten der dritten und vierten Zehe. Die meisten Patienten empfinden das als wenig störend im Alltag – es sollte aber vor dem Eingriff klar besprochen und verstanden sein.

Kann ein Morton-Neurom nach der Operation wiederkommen?

Nach einer DMMO oder Spreizfußkorrektur ist ein Rezidiv möglich, wenn die Ursache nicht vollständig behoben wurde oder die Vorfußstatik sich erneut verschlechtert. Nach einer Neurektomie kann in seltenen Fällen – nach durchschnittlich etwa 7 Jahren – ein Morton-Neurinom entstehen: Die verbleibenden Nervenenden wachsen ungerichtet aus und bilden einen schmerzhaften Knoten. Das Risiko liegt bei etwa 4% (Nery C. et al., JBJS Am, 2012). Die Behandlung erfolgt dann wie beim primären Morton-Neurom.

Kann die Morton-Neurom-OP gleichzeitig mit einer Hallux-Valgus-OP erfolgen?

Ja – und das ist in unserer Praxis häufig der Fall. Hallux valgus und Spreizfuß tragen oft direkt zur Überlastung des betroffenen Nervs bei. Werden beide Probleme in einer Operation behoben, ist das Ergebnis dauerhafter als bei isolierter Behandlung des Nervs. Der kombinierte Eingriff findet stationär in der Klinik Sanssouci Potsdam statt.

Wie lange bin ich krankgeschrieben?

Das hängt vom Eingriff und der Tätigkeit ab. Nach Neurektomie ist bei sitzender Bürotätigkeit eine Rückkehr oft nach einer bis zwei Wochen möglich. Nach DMMO oder Spreizfußkorrektur sind bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten 4–6 Wochen realistisch. Dr. Böhr gibt Ihnen beim Aufklärungsgespräch eine individuelle Einschätzung.

Wann kann ich wieder Sport treiben?

Nach Neurektomie sind Low-Impact-Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen ab Woche 3–4 möglich, Laufen ab Woche 6. Nach DMMO oder Spreizfußkorrektur gilt die Freigabe individuell nach der DVT-Kontrolle in Woche 6 – Low-Impact ab Woche 6–8, Laufen ab Woche 8–12.

Werden die Kosten übernommen?

ORTHO | PEDE ist eine Privatpraxis – wir behandeln Privatpatienten und Selbstzahler. Immer mehr gesetzliche Krankenkassen übernehmen auf Antrag die Kosten für stationäre Eingriffe in der Klinik Sanssouci Potsdam. Die aktuell gültige Liste der Kassen finden Sie direkt auf der Website der Klinik Sanssouci. Sprechen Sie uns gerne an.

Weiterführende Informationen

Krankheitsbilder & Ursachen

Verwandte Operationen

Fazit

Beim Morton-Neurom gibt es nicht den einen Eingriff der für alle passt. Die DMMO erhält den Nerv und beseitigt die mechanische Ursache – sie ist die bevorzugte Lösung wenn eine Spreizfußfehlstellung nachweisbar ist. Bei sehr großem Neurom ist die Neurektomie die zuverlässigste Option, erfordert aber eine ehrliche Aufklärung über den dauerhaften Sensibilitätsverlust. Entscheidend für den Erfolg ist in jedem Fall die vollständige Diagnostik vor der Operation – denn nur wer die Ursache kennt, kann sie dauerhaft beheben. Dr. Böhr führt alle Eingriffe persönlich durch – ambulant in der Tagesklinik am Kurfürstendamm oder stationär in der Klinik Sanssouci Potsdam.

Ihr Weg zu schmerzfreier Mobilität
Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Privatpraxis!
Tel. 030 – 34 39 59 47
anmeldung@ortho-pede.de

Quellen

  • Nery C. et al., J Bone Joint Surg Am, 2012 – Neurinom-Rate nach Neurektomie (~4% nach 7 Jahren)
  • Sato G. et al., International Orthopaedics (SICOT), 2022 – DMMO + perkutane DTML-Durchtrennung bei Morton-Neurom: 89,7% Patientenzufriedenheit nach mind. 2 Jahren (PMID 36031662)

Inhalt medizinisch kontrolliert von:
Dr. med. Stefan Böhr, Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie, Fußchirurg (DAF & GFFC)
Ärztlicher Leiter & Inhaber, ORTHO | PEDE – Zentrum für Fuß & Sprunggelenk Berlin-Zehlendorf
Zuletzt aktualisiert: April 2026