Hammerzehe & Krallenzehe OP Berlin – Dr. Böhr operiert persönlich

Kurzzusammenfassung: Hammerzehen und Krallenzehen sind heute in den meisten Fällen minimalinvasiv korrigierbar – mit kleinen Hautschnitten, ohne Implantate und sofortiger Belastbarkeit. Entscheidend für ein dauerhaftes Ergebnis ist die gleichzeitige Behandlung der Ursache: häufig ein Hallux valgus oder Spreizfuß. Dr. Böhr führt alle Eingriffe persönlich durch.

Fehlstellungen der Kleinzehen entstehen selten isoliert – sie sind fast immer Ausdruck einer gestörten Vorfußstatik. Wer nur die Zehe korrigiert ohne die Ursache zu behandeln, riskiert ein Rezidiv. Wenn Sie noch abwägen ob eine Operation sinnvoll ist: Hammerzehe & Krallenzehe – Ursachen, Diagnostik & Therapie

Dr. Stefan Böhr mit Fußmodellen
Dr. med. Stefan Böhr – Spezialist für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Grundlage jeder Operationsplanung ist die Digitale Volumentomografie (DVT) – sie zeigt die gesamte Vorfußstatik unter Belastung und erlaubt die individuelle Planung des Eingriffs.

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Inhaltsverzeichnis

Wann ist eine Operation bei Hammerzehe oder Krallenzehe sinnvoll?

Eine Operation kommt infrage, wenn konservative Maßnahmen – Einlagen, Zehenspreizer, Schuhzurichtungen, Physiotherapie – keine ausreichende Besserung bringen und die Fehlstellung zu anhaltenden Beschwerden führt. Typische Gründe sind Druckstellen und Hühneraugen die immer wiederkehren, Schmerzen im Schuh bei Alltagsbelastung, Einschränkungen bei der Schuhwahl und Fehlstellungen die sich nicht mehr passiv korrigieren lassen.

Vor der Entscheidung zur Operation muss die Ursache der Fehlstellung geklärt sein. Liegt ein Hallux valgus oder Spreizfuß zugrunde, muss dieser im selben Eingriff mitbehandelt werden. Nur so ist ein dauerhaftes Ergebnis realistisch.

Die Operationsverfahren

Minimalinvasive Korrektur – der Standardeingriff heute

Die meisten Hammerzehen und Krallenzehen werden heute vollständig minimalinvasiv korrigiert. Über winzige Hautschnitte von wenigen Millimetern werden gezielt die verkürzten Sehnen durchtrennt (Tenotomie), das Gelenk mobilisiert (Arthroplastik) und wenn nötig der Knochen am Grund- oder Mittelglied der Zehe korrigiert (Osteotomie P1/P2). Implantate sind in der Regel nicht notwendig. Die Zehe wird nach der Operation mit einem Zügelverband in korrigierter Position gehalten.

Der entscheidende Vorteil: Der Fuß ist sofort belastbar – im Verbandschuh mit steifer Sohle oder im Shortwalker, der für viele Patienten noch komfortabler ist. Die in den ersten 6 Wochen notwendige Tapezügelung lernen vielen Patienten sehr schnell – selbstverständlich bieten wir auch entsprechende Schulungen in unserem Zentrum an.

Grenzen der minimalinvasiven Methode: Nicht jeder Patient eignet sich für einen minimalinvasiven Eingriff. Patienten mit mehrfach voroperierten Füßen kommen in der Regel nicht infrage. Auch bei frischen Verletzungen, Notfallbehandlungen oder schweren Infektionen kommen minimalinvasive Techniken an den Kleinzehen nicht zum Einsatz. All diese Faktoren sind vor der Operation bekannt – im Aufklärungsgespräch wird gemeinsam entschieden, welches Verfahren für den jeweiligen Patienten sinnvoll ist.

PIP-Arthrodese – Versteifung des Mittelgelenks

Bei ausgeprägten oder rigiden Fehlstellungen – wenn das Mittelgelenk der Zehe dauerhaft versteift ist und sich nicht mehr mobilisieren lässt – kommt die PIP-Arthrodese zum Einsatz. Das Hauptproblem vor der Operation ist fast immer ein Schuhkonflikt: das stark gebeugte Mittelgelenk (PIP) steht nach oben prominent heraus und reibt schmerzhaft im Schuh. Mit der Versteifung des Mittelgelenks in korrigierter Streckstellung verschwindet dieses Problem zuverlässig – denn ein versteiftes Gelenk kann sich nicht mehr in eine solche Extremstellung bewegen. Das Mittelgelenk der Kleinzehen hat im Alltag kaum funktionelle Bedeutung, der Verlust der Beweglichkeit fällt nach der Operation kaum auf.

Für die Fixierung nutzen wir intramedulläre Kraftträger – dadurch ist eine Materialentfernung in der Regel nicht notwendig.

Keypoints
KlinikAmbulant (mit Hallux-Valgus-Korrektur: stationär)
ImplantatIntramedullärer Kraftträger
StabilitätÜbungsstabil im Shortwalker
NachbehandlungGehstützen und Shortwalker
Dauer4–6 Wochen
MaterialentfernungSehr selten

Weil-Osteotomie – nur noch in Ausnahmefällen

Die Weil-Osteotomie – eine Korrekturosteotomie des Mittelfußköpfchens – kam früher regelmäßig zum Einsatz. Seit die DMMO als minimalinvasive Alternative verfügbar ist, nutzen wir die Weil-Osteotomie nur noch in ausgewählten Ausnahmefällen.

Kombinationseingriffe – Ursache und Fehlstellung gemeinsam beheben

Hallux-Valgus-Korrektur

Die häufigste Kombination. Beim Hallux valgus weicht die Großzehe nach außen ab und drängt dabei die Kleinzehen zur Seite – die Lastverteilung im Vorfuß verändert sich, die Kleinzehen kommen unter Druck und entwickeln über die Jahre Fehlstellungen. Ein begleitender Spreizfuß verstärkt diesen Mechanismus zusätzlich. Wer nur die Kleinzehen korrigiert ohne den Hallux valgus zu behandeln, behebt die Folge aber nicht die Ursache. Beide Eingriffe werden deshalb in einer einzigen Operation kombiniert. → Hallux-Valgus-OP Berlin

DMMO als Erweiterung des minimalinvasiven Konzepts

Wenn die minimalinvasive Korrektur der Zehen allein nicht ausreicht – etwa weil die Fehlstellung ausgeprägter ist oder ein Sichelfuß vorliegt – wird das MIS-Konzept durch das DMMO-Verfahren erweitert. Die DMMO ist ebenfalls minimalinvasiv und fügt sich nahtlos in denselben Eingriff ein. In seltenen Fällen kommt sie auch bei relativer Überlänge einzelner Mittelfußköpfchen zum Einsatz.

Sichelfuß – oft unerkannt, häufig mitbehandelt

Der Sichelfuß ist die häufigste angeborene Fußfehlstellung – und beim Erwachsenen eine der am meisten übersehenen. Vorfuß und Rückfuß stehen in einem falschen Winkel zueinander, was die Lastverteilung im gesamten Vorfuß dauerhaft verändert. In Kombination mit einem Hallux Valgus kann das zu Schmerzen und Fehlstellungen der Kleinzehen führen. Eine vollständige Korrektur des Sichelfußes ist beim Erwachsenen nur in Ausnahmefällen das Ziel – häufiger ist eine operative Teilkorrektur im Rahmen einer ohnehin notwendigen Hallux-Valgus- oder Kleinzehenkorrektur. Das Verfahren der Wahl dafür ist die DMMO. → Sichelfuß – Ursachen, Diagnostik & Therapie

Ambulant oder stationär?

Isolierte Korrekturen an den Kleinzehen werden immer ambulant durchgeführt – in der Tagesklinik am Kurfürstendamm. Aufnahme, Eingriff und Entlassung finden am selben Tag statt.

Wird die Kleinzehenkorrektur mit einer Hallux-Valgus-Korrektur kombiniert, ist häufig ein stationärer Aufenthalt sinnvoll – in der Privatklinik Sanssouci in Potsdam, in der Regel zwei Übernachtungen.

Isolierte KleinzehenkorrekturKombination mit Hallux-Valgus-OP
KlinikAmbulant, Tagesklinik KudammStationär, Klinik Sanssouci Potsdam
AufenthaltGleicher Tag2 Übernachtungen
NarkoseRegional- oder VollnarkoseRegional- oder Vollnarkose

Nachbehandlung

Unmittelbar nach der Operation ist der Fuß im Verbandschuh mit steifer Sohle oder im Shortwalker voll belastbar. Der Shortwalker bietet dabei mehr Komfort und Mobilität im Alltag.

Woche 1–2: Vollbelastung im Verbandschuh oder Shortwalker. Hochlagern und kühlen zur Abschwellung. Manuelle Lymphdrainage direkt nach der OP empfohlen. Die Tapezügelung der operierten Zehen erfolgt in diesen ersten zwei Wochen in unserer Praxis. Fadenzug nach 12–16 Tagen.

Woche 3–6: Weiter im Verbandschuh oder Shortwalker. Die Tapezügelung führen die Patienten nach Einweisung selbst durch – sie unterstützt die Heilung und hält die korrigierte Zehenstellung.

Ab Woche 6: DVT-Kontrolle zur Beurteilung der Knochenheilung. Erst nach Freigabe durch Dr. Böhr wird der Verbandschuh oder Shortwalker schrittweise abtrainiert und der Konfektionsschuh eingeführt.

Nachbehandlung
BelastbarkeitSofort, im Verbandschuh oder Shortwalker
Verbandschuh/Shortwalker6 Wochen
FadenzugNach 12–16 Tagen
TapeWoche 1–2 in der Praxis, Woche 3–6 selbst
PhysiotherapieLymphdrainage direkt ab OP
DVT-Kontrolle6 Wochen post OP
KonfektionsschuhNach DVT-Freigabe ab Woche 6
Sportfähigkeit3–8 Wochen je nach Eingriff
Arbeitsfähigkeit3–8 Wochen je nach Tätigkeit und Eingriff

Minimalinvasive Kleinzehenchirurgie bei älteren Patienten und schweren Grunderkrankungen

Die minimalinvasive Kleinzehenchirurgie eröffnet Möglichkeiten, die früher nicht denkbar waren – auch für Patienten, bei denen eine klassische Operation mit langer Nachbehandlung nicht infrage kommt. Ältere Patienten, Menschen mit schweren Herzerkrankungen, Diabetes oder anderen relevanten Grunderkrankungen mussten Schuhkonflikte und Druckstellen durch Kleinzehenfehlstellungen früher oft einfach hinnehmen.

Das ist heute nicht mehr so. Mit gezielten Tenotomien – der minimalinvasiven Durchtrennung verkürzter Sehnen über kleinste Hautschnitte – lässt sich ein schmerzhafter Schuhkonflikt oft mit minimalem Aufwand und in sehr kurzer Operationszeit beheben. Das Ziel ist dabei nicht die vollständige anatomische Korrektur der Fehlstellung, sondern die schnelle und zuverlässige Beseitigung des Beschwerdebilds – damit der Alltag wieder möglich wird.

Die Vorteile dieses Vorgehens in dieser Patientengruppe liegen auf der Hand: kurze Narkosedauer, sofortige Belastbarkeit, kein Implantat, minimales Wundrisiko und eine unkomplizierte Nachbehandlung. Die Entscheidung ob dieses vereinfachte Vorgehen sinnvoll ist, treffen wir gemeinsam mit dem Patienten und – wenn notwendig – in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten.

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Häufige Fragen zur Hammerzehe & Krallenzehe OP

Kann ich nach der Operation sofort auftreten?

Ja. Der Fuß ist unmittelbar nach dem Eingriff im Verbandschuh mit steifer Sohle oder im Shortwalker voll belastbar. Um Unfälle durch Gangunsicherheit zu vermeiden empfehlen wir in den ersten Tagen trotzdem Gehstützen zu nutzen.

Kann die Kleinzehenkorrektur alleine durchgeführt werden?

Ja – wenn die Ursache der Fehlstellung bereits behandelt wurde oder keine wesentliche Grundproblematik wie ein Hallux valgus vorliegt. In diesem Fall erfolgt der Eingriff ambulant in der Tagesklinik am Kurfürstendamm.

Kann die Kleinzehenkorrektur gleichzeitig mit der Hallux-Valgus-OP erfolgen?

Ja, und das ist in unserer Praxis der häufigere Fall. Beide Eingriffe werden in einer einzigen Narkose kombiniert. Der Vorteil: Ursache und Fehlstellung werden gemeinsam behoben, und die Nachbehandlung muss nur einmal durchlaufen werden. Der kombinierte Eingriff findet stationär in der Klinik Sanssouci Potsdam statt.

Wie lange bin ich krankgeschrieben?

Das hängt vom genauen Eingriff und von der Art der Tätigkeit ab. Bei überwiegend sitzender Bürotätigkeit ist eine Rückkehr zur Arbeit oft schon nach wenigen Tagen möglich – sofern der Weg zur Arbeit im Verbandschuh oder Shortwalker bewältigbar ist. Bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten oder längeren Gehstrecken sind 3–8 Wochen realistisch. Dr. Böhr gibt Ihnen beim Aufklärungsgespräch eine individuelle Einschätzung.

Wann kann ich wieder Sport treiben?

Auch das hängt vom Eingriff ab. Low-Impact-Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen sind früher möglich als Laufen oder Mannschaftssport. Als grobe Orientierung: 3–8 Wochen je nach Umfang des Eingriffs. Die genaue Freigabe erfolgt individuell – in der Regel nach der DVT-Kontrolle in Woche 6.

Ist das Ergebnis dauerhaft?

Bei konsequenter Nachbehandlung und – entscheidend – gleichzeitiger Behandlung der Ursache sind die Ergebnisse in der Regel sehr gut und dauerhaft stabil. Genau deshalb legen wir so viel Wert auf die vollständige Ursachenanalyse vor der Operation.

Kann eine Kleinzehenkorrektur auch bei schweren Vorerkrankungen durchgeführt werden?

In vielen Fällen ja. Gerade die minimalinvasive Tenotomie ist ein sehr kleiner Eingriff mit kurzer Narkosedauer und minimalem Belastungsrisiko. Ob ein Eingriff möglich und sinnvoll ist, klären wir individuell – bei Bedarf in enger Abstimmung mit Ihrem Hausarzt oder Internisten.

Ist eine vollständige Korrektur bei älteren Patienten oder Risikopatienten das Ziel?

Nicht immer. Bei Patienten mit schweren Grunderkrankungen oder sehr weit fortgeschrittenem Lebensalter steht häufig nicht die anatomisch perfekte Korrektur im Vordergrund, sondern die schnelle und zuverlässige Beseitigung des Schuhkonflikts und der Druckstellen. Dieses begrenzte Ziel wird mit der minimalinvasiven Tenotomie in der Regel sehr zuverlässig erreicht.

Werden die Kosten übernommen?

ORTHO | PEDE ist eine Privatpraxis – wir behandeln Privatpatienten und Selbstzahler. Immer mehr gesetzliche Krankenkassen übernehmen auf Antrag die Kosten für stationäre Eingriffe in der Klinik Sanssouci Potsdam. Die aktuell gültige Liste der Kassen finden Sie direkt auf der Website der Klinik Sanssouci. Sprechen Sie uns gerne an.

Weiterführende Informationen

Krankheitsbilder & Ursachen

Verwandte Operationen

Fazit

Hammerzehen und Krallenzehen sind heute in den meisten Fällen minimalinvasiv und mit sofortiger Belastbarkeit korrigierbar. Entscheidend für ein dauerhaftes Ergebnis ist die vollständige Ursachenanalyse – und wenn nötig die gleichzeitige Behandlung eines Hallux valgus oder Sichelfußes im selben Eingriff. Auch für ältere Patienten oder Menschen mit schweren Grunderkrankungen gibt es heute gezielte minimalinvasive Optionen, die früher nicht zur Verfügung standen. Dr. Böhr führt alle Eingriffe persönlich durch – ambulant in der Tagesklinik am Kurfürstendamm oder stationär in der Klinik Sanssouci Potsdam.

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Inhalt medizinisch kontrolliert von:
Dr. med. Stefan Böhr, Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie, Fußchirurg (DAF & GFFC)
Ärztlicher Leiter & Inhaber, ORTHO | PEDE – Zentrum für Fuß & Sprunggelenk Berlin-Zehlendorf
Zuletzt aktualisiert: April 2026