EFAS-Kongress 2026: Was wir aus Augsburg für unsere Patienten mitbringen

Kurz zusammengefasst:
Dr. Stefan Böhr und Dr. Jürgen K. Wied, Teamleiter Fußchirurgie, haben Anfang Oktober 2026 am Kongress der European Foot and Ankle Society (EFAS) in Augsburg teilgenommen. Drei Themen betreffen unsere Patienten direkt: die stadiengerechte Operation des Knick-Plattfußes, die minimalinvasive Fersenosteotomie und die Zadek-Osteotomie bei Haglund-Syndrom und Achillessehnenschaden.

Dr. Jürgen K. Wied und Dr. Stefan Böhr vor der Kongresswand des EFAS-Kongresses 2026 in Augsburg
Dr. Jürgen K. Wied und Dr. Stefan Böhr (v. l.) beim EFAS-Kongress 2026 in Augsburg

Der EFAS-Kongress

Die European Foot and Ankle Society ist die europäische Fachgesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie. Auf ihrem Kongress stellen Fußchirurgen aus ganz Europa aktuelle Studien und Operationsverfahren vor und diskutieren sie.

Knick-Plattfuß: stadiengerechtes OP-Konzept bestätigt

Beim schweren Knick-Plattfuß – in der Fachsprache Progressive Collapsing Foot Deformity (PCFD) – richtet sich unser Vorgehen nach dem Stadium. Solange die Fehlstellung flexibel ist und die Gelenke arthrosefrei sind, korrigieren wir gelenkerhaltend: mit einer Verschiebung des Fersenbeins (MDO), bei Bedarf ergänzt durch Evans- oder Cotton-Osteotomie, Sehnentransfer und Verlängerung der Wadenmuskulatur. Bei fixierter Fehlstellung oder Arthrose der Rückfußgelenke ist die Versteifung (Arthrodese) das Verfahren der Wahl.

Die Diskussionen in Augsburg haben dieses Konzept bestätigt. Details zu Methoden und Nachbehandlung: Knick-Plattfuß-OP

Fersenosteotomie: minimalinvasiv statt großer Schnitt

Die Verschiebung des Fersenbeins ist ein zentraler Schritt in der Rückfußchirurgie: nach innen (MDO) beim Knick-Plattfuß, nach außen (LDO) beim Hohlfuß. Wir führen diese Osteotomie minimalinvasiv über kleine Hautschnitte durch statt über einen offenen Zugang – an einer Stelle, an der die Haut empfindlich auf Wundheilungsstörungen reagiert.

Der Kongress hat uns in diesem Vorgehen bestärkt.

Haglund-Syndrom und Achillessehne: Zadek-Osteotomie, bei Bedarf mit FHL-Transfer

Bei Schmerzen am Ansatz der Achillessehne mit knöchernem Fersenhöcker (Haglund-Syndrom) setzen wir die Zadek-Osteotomie ein: Aus dem Fersenbein wird ein Knochenkeil entnommen, die Stellung des Fersenbeins verändert sich und der Sehnenansatz wird entlastet. Ist die Achillessehne bereits stark geschädigt, ergänzen wir den Eingriff durch einen FHL-Transfer – die Sehne des langen Großzehenbeugers verstärkt dann die Achillessehne.

Die auf dem Kongress vorgestellten wissenschaftlichen Daten stützen dieses Konzept. Mehr zu den OP-Verfahren beim Haglund-Syndrom: Haglund-Syndrom-OP

Fazit

Fortbildung auf europäischem Niveau gehört für uns zur Qualität jeder Operation. Wenn Sie wegen Knick-Plattfuß, Hohlfuß oder Haglund-Syndrom über eine Operation nachdenken, besprechen wir mit Ihnen, welches Verfahren zu Ihrem Befund passt.

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Inhalt medizinisch kontrolliert von:
Dr. med. Stefan Böhr, Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie, Fußchirurg (DAF & GFFC)
Ärztlicher Leiter & Inhaber, ORTHO | PEDE – Zentrum für Fuß & Sprunggelenk Berlin-Zehlendorf
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026